Zurück aus dem Urlaub und los geht’s?

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Wer macht in der Anfangszeit der Selbstständigkeit schon Urlaub und dann auch noch 3 Wochen? Und zwar nicht son halb-Entspannen-halb-arbeiten Urlaub, nee son richtigen mit Rechner und Handy aus.– Hab ich gemacht, weil der Urlaub geplant war, schon bevor ich das Experiment Selbstständigkeit gestartet habe. Ich hatte auch ein bisschen schlechtes Gefühl dabei. Deswegen hab ich vor dem Urlaub viel gearbeitet, viele Aufträge angenommen und vor allem für Aufträge nach dem Urlaub gesorgt. So sollte es nach Plan direkt am Montag nach drei Wochen Pause weitergehen.

Ging es aber nicht. Denn ich musste direkt durch die Lektion gehen, dass man als Freelancer zwar alles kann und nix muss, aber dass auch Kunden nicht müssen, sondern können; dass sich Aufträge verschieben können, gern auch mal um 6 Monate, dass Kunden plötzlich unsicher sind, ob sie die besprochene Beratung noch brauchen, dass Kunden ihre eigenen Projekte, für die man eingeplant war, auch mal verlieren….

Gut, ich habe von Anfang an, immer mehrere Feuer im Eisen gehabt und mich nie auf nur einen Kunden konzentriert. Zudem arbeite ich an einem eigenen Projekt, was mir zwar (noch) kein Geld einbringt, aber jede Zeit mehr gut gebrauchen kann. Nun ist es aber passiert, dass gleich zwei Feuer im Eisen erlöschen sind und ich plötzlich überlegen muss, ob ich jetzt vielleicht doch mal mit Akquise anfangen sollte…. also mal nen richtiges Portfolio anlegen, ne professionelle Website, mal direkter anfragen bei möglichen Kunden, usw.

Hmm… aber ist ja auch noch ganz schön da draußen und wann kann ich schon mal ohne Kinder an den See und einfach lesen oder einfach tagsüber nähen? Also hab ich die erste Woche nach dem Urlaub ohne Buchung erstmal nur eigenen Kram gemacht und mir vorgenommen, mich nicht irre zu machen. Was mir dabei sehr geholfen hat, ist meine Liquiditätsplanung. Das ist eine kleine Excel-Tabelle, in der ich jede Anfrage und jeden bestätigten Auftrag des zu erwarteten Umsatz auf Monate verteilt eintrage … also mein persönlicher Forecast. Als PM macht man sowas ganz automatisch. Dafür hatte ich auch mehrere Monate ganz genau beobachtet und verfolgt, wie hoch tatsächlich meine Ausgaben im Minimum sind, so dass ich meine Ausgaben im Forecast planen kann.

Als dann die jeweiligen Mails und Anrufe kam, hab ich gleich meinen Forecast geöffnet und entspannt durchgeatmet. Alles halb so wild. Ein paar Monate ohne Auftrag sind nicht schlimm, dafür hab ich vorgearbeitet. Dennoch eine gute Erfahrung für meine erste Zeit selbstständig. Also erstmal ab an den See… ach nein, da war ja ein Kindergeburtstag, der vorbereitet werden will…

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